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Die Gründung des Royal Flying Doctor Service verdankt man einem Presbyterianerpriester namens John Flynn ( 1880-1951) Er träumte schon kurz vor Ende des ersten Weltkrieges davon. Nach zähem Ringen und dem mühseeligen Auftreiben von nötigen finanziellen Mitteln wurde der Traum 1928 endlich Wirklichkeit. Damals noch unter dem Namen Aerial Medical Service. Damals startete Doctor St. Vincent Welsh und Pilot Arthur Affleck von Cloncurry zum ersten Flug. Wer der Patient war kann heute nicht mehr ermittelt werden. Sie legten im ersten Monat 2660 km zurück. Die zweimotorige De Havilland DH 50 namens Victory schaffte damals ca. 130 km/h.Richtig wirksam wurde der RFDS aber erst durch die Tüfftelei des deutschstämmigen Alf Träger. Er entwickelte Pedalfunkgeräte, die mit kräftigem Treten mit Strom versorgt wurden. Heute hat fast jeder Inlandsbewohner Telefon, das Funkgerät ist kaum noch nötig. Als Flynn of the Inland ist der Gründer des RFDS zu einem wichtigen Bestandteil der australischen Geschichte geworden.
1997 wurden von 17 Flughäfen aus mit 38 Flugzeugen und 376 Angestellten etwa 170.000 Patienten betreut. 1998 flogen die Piloten 1,2 Millionen Kilometer. 50 Millionen Dollar kostet der Dienst im Jahr. 80 % davon bezahlt der Staat. Der Rest muss vom RFDS und von Sponsoren aufgebracht werden. Außer den Notfalldiensten hält der RFDS auch regelmäßige Kliniktage ab, bei denen die Bewohner der entlegenen Gebiete mit ihren kleinen Wehwehchen kommen können.
Nach wie vor ranken sich Legenden um die Retter aus der Luft, die jetzt in der Fernsehserie " Die fliegenden Ärzte" weltweit zu sehen sind. Jedes Mitglied des RFDS weiß Geschichten und Begebenheiten zu berichten.
Ein Mitarbeiter erzählte von einem Notruf aus Queensland, bei dem ein Patient berichtete er habe sich ein Bein gebrochen. Ob er alleine bis zum Morgen durchhalten könne , beantwortete der Patient mit ja. Als der Arzt am nächsten Morgen eintraf , stellte er entsetzt fest das dass Bein nicht nur gebrochen war , sonder ab dem Knie komplett fehlte.Es war bei einem Unfall mit der Motorsäge abgetrennt worden. Er habe niemanden beunruhigen wollen erkläret der Bushie. Er lebt jetzt noch alleine im Outback, mit Prothese.
Viele Outback-Bewohner haben ihr Leben den Fliegenden Ärzten zu verdanken. Motorradunfälle, Bergwerksunglücke, Schlangebisse, Geburten oder in Not geratene Touristen sorgen für Arbeit
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