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Schnabeltier

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Schnabeltier
Lat.: Ornithorhynchus anatinus


Das Schnabeltier oder Platypus, gehört mit dem Schnabeligel zu der kleinen Gruppe der eierlegenden Säugetiere. Diese kommen heute nur noch in sehr kleinen Populationen in Australien vor und sind stark vor dem Aussterben bedroht. Es ist deshalb sehr selten das man eins in freier Natur beobachten kann. Das heutige lebende Schnabeltier kann trotz Spezialanpassungen als Modell eines ehemaligen Evolutionsstadiums der Säugetiere betrachtet werden. Sie leben amphibisch, sind nachtaktiv und ernähren sich von Würmern, Insektenlarven und Süßwasserkrabben. Sie werden 40 -60 cm lang und wiegen 1-2 Kg: Sie haben ein warmes, dichtes Fell, das sie beim Tauchen in den kalten Bächen warm hält. Dieser Pelz isoliert besser als das Fell der Eisbären. Am Ende dient der Schwanz nicht nur zum schwimmen, sondern ist auch ein Fettspeicher.



Besonders zu erwähnen ist der Schnabel, der im Laufe der Entwicklung eine Entenschnabel ähnliche Form bekommen hat. Er erfüllt ja auch den gleichen Zweck. Er fühlt sich an wie Hartgummi. Außerdem ist er mit Rezeptoren für elektrische Reize ausgestattet. Das hilft beim Aufspüren von Beute. Die Pfoten an kurzen kräftigen Beinen sind mit Schwimmhäuten versehen. Augen , Ohren und Nasenlöcher werden unter Wasser geschlossen. An Land werden die Schwimmhäute der Vorderfüsse zurückgezogen und die großen Krallen an den Zehen eingesetzt.

Fortpflanzung

Das männliche Schnabeltier hat an seinen Hinterbeinen einen Stachel. Sie dienen zur Verteidigung des Territoriums. In den Stacheln sind mindestens 4 Giftstoffe enthalten. Diese lösen starke Schmerzen aus , die Wochenlang andauern können. Zur Paarungszeit baut das Weibchen ein Nest aus trockenem Gras oder Blättern. Die Nesthöhle liegt im hinteren Ende eines Ganges , der über 12 m lang sein kann. Hier werden 2-3 Eier abgelegt. Die gummiartigen Eier kleben aneinander und der Eingang wird währen der 7-14 tägigen Brutperiode immer mit feuchten Pflanzen verschlossen. Nach dem Schlüpfen sind die Jungen 1,25 cm lang und völlig hilflos. Bis zum Alter von 5 Monaten leben sie von der Muttermilch. Diese fließt aus Spalten in der Milchleiste der Mutter.

Verbreitungsgebiet: