Der Helmkakadu
Systematik:
  • Familie: Cacatuidae 
    • Gattung: Callocephalon 
      • Art: C. fimbriatum (Grant 1803
        • Unterarten:

Bezeichnungen:

wissenschaftlich: Callocephalon fimbriatum
Helmkakadu
Gang-Gang Cockatoo 
Helmkakatoe, Roodkopkakatoe
Cacatoès à tête rouge

Steckbrief:
  • Gefiederfärbung: Männchen und Weibchen unterschiedlich
  • Länge: ca. 35 cm
  • Freilandpopulation (Status): je nach Gebiet häufig bis selten
  • CITES: Anhang B *BArtSchV A6 
  • Gefangenschaftspopulation: selten 
  • Haltung: bevorzugt Volieren (> 10°C)
  • Gelege: 2 - 3 Eier
  • Brutdauer: 27 - 30 Tage
  • Flügge werden: 51. bis 60. Tag
  • Erreichen der Selbständigkeit: vier bis sechs Monate nach dem Ausfliegen
  • Stimme:  (*wav, 50Kb) 


Foto mit frdl.Gen. © Mike Owen
 
Verbreitung
Von den Küstenlandschaften bis zu den Bergerhebungen Südostaustraliens, von den bewaldeten Bergketten nordöstlich bis zum Hunter Valley, Neusüdwales und südwestlich bis zum Portland District, Victoria und in einigen Gebieten bis Südostaustralien, sowie auf Kangaroo- und King Island, ab und zu auch auf Tasmanien.. 

Ein Rückgang des Bestandes ist in einigen Gebieten durch Abholzung oder Gefangennahme zu verzeichnen.

Beschreibung
Männchen: Grundfärbung dunkelgrau, Federn teilweise mit schmalem weisslichgelbem, am Bauch mit schmalem orangegelblichem Saum,; Hand- und Armschwingen dunkelgrau bis schwarzgrau übergehend; Schnabel hornfarben; Iris dunkelbraun; hellgrauer, unbefiederter Augenring; Kopf, Stirn, Haube, Zügel und Wangenregion leuchtendrot. 

Weibchen: Grundfärbung grau (häufig mit einem grünlichen Farbschimmer), Federn an Brust und Bauch intensiver gelblichweiss und orangefarben gesäumt; Kopf, Stirn, Haube, Zügel und Wangenregion bräunlichgrau.

Die Färbung variiert sehr häufig.
Beide Geschlechter haben eine "Staubwedel-" Haube, welche sie jedoch nicht aufstellen können

Jungvögel: ähneln den Weibchen im Körpergefieder. Schnabel an der Basis grau, dann ins Gelborange übergehend; dunkle Iris. Jedoch zeigen alle männlichen Jungvögel bereits etwas rot auf den Köpfen. Vollständige Gefiederausfärbung mit einem Alter von etwa 3-4 Jahren.

surinam_02.jpg (13960 Byte)
Habitat
Dichte Berg- und Eukalyptuswälder und bewaldete Täler im angrenzenden Küstengebiet. Im Winter findet man sie im trockenen Waldland und auch in den Vorstadtparks und in den Gärten.
Ernährung und Brut
Früchte und Saaten von Eukalyptusbäumen, Akazien, Zypressen, Pinien und des eingeführten Weißdorns, vor allem Beeren, Nüsse, sowie Insekten und Larven 

Brutzeit von Oktober bis Januar, in Baumhöhlen, bevorzugt im Eukalyptusbaum Gelege 2-3 weisse, ovale (36 x 28 mm) Eier, Brutdauer ca. 27-30 Tage, flügge nach etwa 55 Tagen. 

Allgemeines: 

Foto mit frdl.Gen. © Mike Owen

 

Helmkakadus werden entweder paarweise, im Familienverbund und 
ausserhalb der Brutzeit, in Gruppen bis zu 60 Tieren, beobachtet. Es sind kräftige Flieger, die "etappenweise" zwischen den Baumkronen umherfliegen, weite Strecken werden jedoch in grösserer Höhe zurückgelegt. 
Nur zur Wasser- und Futteraufnahme sieht man sie auf dem Boden, ansonsten halten sie sich bevorzugt in den Baumkronen und Büschen auf. 
Helmkakadus sind leidenschaftliche Nager und suchen den ganzen Tag nach Beschäftigung. Da sie auch sehr kleine Samen fressen, sind sie die meiste Zeit mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt. 

Die Haltung in Gefangenschaft gestaltet sich daher nicht ganz einfach: Hauptprobleme sind das Gefieder und die Fütterung! Füttert man diese so wie die meisten anderen Kakadus, so werden die Helmkakadus gerne zu Rupfern! Schuld daran ist die Langeweile, man sollte sie daher mit kleinen Saaten (z.B.Prachtfinkenmischung) füttern, um sie ausreichend zu beschäftigen. Die Unterbringung sollte in mindestens 6 x 3 m grossen Aussenvolieren (pro Paar)mit mässig warmen Schutzraum erfolgen. Wegen des starken Nagebedürfnisses sollte die Voliere aus Ganzmetall sein und man sollte für genügend Beschäftung sorgen und ihnen daher immer frische Äste, Tannen- und Kiefernzapfen zum Benagen anbieten. Ausserdem lieben sie es, wie alle Kakadus, das ausgiebige Bad im Regen, man sollte die Voliere mit einer Beregnungsanlage ausstatten. 


Autor

© Thomas Polster und Brigitte Manges
Herzlichen Dank an Detlev Franz für das Scannen der Bilder und
H.J.Pfeffer für die Ergänzungen in diesem Beitrag


Quellennachweis:
  • Papageien und Sittiche der Welt - Wolfgang de Grahl
  • Kakadus - Franz Robiller
  • Complete Book of Australian Birds - Digest
  • Australian Cockatoos - Derek Roff 
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