Der Inkakakadu 

 
 
Systematik:
  • Familie:  Cacatuidae
  • Gattung: Cacatua
  • Art:   C. leadbeateri (Vigors 1831)
  • Unterarten:
      • leadbeateri leadbeateri (Vigors)
      • leadbeateri mollis (Mathews)
      • leadbeateri mungi (Mathews)
      • leadbeateri superflua (Mathews)

Bezeichnungen:

wissenschaftlich:   Cacatua leadbeateri
   Inkakakadu
   Major Mitchell`s Cockatoo, Pink-C., Leadbeater's C.


 
 
 
 

Steckbrief:
  • Gefiederfärbung: Männchen und Weibchen gleich, nur gelbes Haubenband beim Männchen breiter
  • Länge: ca. 38 cm
  • Freilandpopulation (Status):  gut bis stabil , gebietsweiser Rückgang 
  • CITES: Anhang B *BArtSchV A6 
  • Gefangenschaftspopulation: mittel, bis gut, steigend
  • Haltung: bevorzugt Volieren mit Schutzhaus (> 15°C)
  • Gelege: 3 - 4  Eier
  • Brutdauer: 23 - 26 Tage
  • Flügge werden: ca. 54. bis 55. Tag
  • Erreichen der Selbständigkeit: ca. 4 -6 Wochen  nach dem Ausfliegen
  • Stimme:  (*wav, 50Kb) 

Verbreitung


Die Hauptbestände sind in West- und Südaustralien, New South Wales, bis hin nach Quennsland und North Australia zu finden . 
Eine kleinere Population findet sich in Victoria, im Gebiet zur Angrenzung an die beiden anderen Bundesstaaten. 
In Westaustralien ist das einzige Verbreitungdgebiet des Inkakakadus, welches bis an das Meer reicht.
Weiterhin existiert eine kleine Population aus entwichenen Gefangenschaftstieren rund um Sydney, die stetig ansteigend ist . 
Die anerkannten Unterarten finden sich nur in Westaustralien (grün gekennzeichnet).
Beschreibung
Männchen:
Grundfärbung lachsfarben, Flügel, Brust und Stirn weiß, die Zügel sind in dunkleren Lachsfarbenausgeprägt. 
Die Federn sind an der Basis weiß, die Schwanzfedern weiß, wobei die Innenseite der Schwanzfedern lachsfarben ist. 
Die Haubenfedern sind an den Spitzen weiß, von weiß gehen die Federn dann in dunkelrot über, das von einen schmalen gelben Band (Männchen etwas breiter )durchzogen ist . 
Schnabel ist grau/hornfarben, Füße ebenso grau . 
Die Iris ist rötlich braun. 

Weibchen: wie Männchen. 
Die Färbung der Iris geht von rotbraun mehr in schwarzbraun über. 

Jungvögel: Gleich den Elterntieren, jedoch unterscheiden sie sich in Iris und Pupille, die leichter braun erscheint . 
Sowohl bei Männchen, Weibchen und Jungtieren ist das gelbe Haubenband in Form und Farbe gleich . 

Habitat
Der Inkakakadu bewohnt halbtrockene bis trockene Landzonen, gemischte Waldlandschaften aus Eukalypten und Casuarinas, er ist auch teilweise in felsigen Landschaftsgebieten zu finden . 
Ebenso kann man ihn im trockenen Buschland sowie an Wasserläufen antreffen.
Ernährung und Brut
Der Inkakakadu ernährt sich hauptsächlich von Samen, Gräser, Kräuter, Beeren, Wurzeln, Nüsse, Früchte, Wildfrüchte, Akaziensamen, den sogenannten Outbackkürbis (C.myriocarpus ), und Eukalyptenmark, sowie Larven und verschiedene Arten kleiner Würmer. 

Die Brutzeit dauert von August bis Dezember/Januar, zumeist in hohlen Baumstämmen oder Ästen, die meist nicht höher wie 4-6 m über dem Boden liegen. Männchen und Weibchen brüten abwechselnd, die Brutdauer beträgt 25 Tage, jedoch auch bis zu 30 Tage. Das Gelege besteht aus 3-4 Eier (ca. 39mm x 30mm), nach dem Schlupf kümmern sich auch beide Elterntiere zu gleichen Teilen um die Versorgung des Nachwuchses. 

Allgemeines
Das besondere Merkmal des Inkakakadus ist seine wunderschön gefärbte Kopfhaube, weshalb er früher häufig gejagt wurde und seine Federn in der Hutindustrie Verwendung fanden. 
Der Inkakakadu ist ein recht standorttreuer Vertreter der Kakadus, es finden nur Futterwanderungen statt. 
Er wird oft in Gruppen mit anderen Kakaduarten angetroffen, Beobachtungen zeigen, daß er sich besonders mit Rosa- und Gelbhaubenkakadus bei der Futtersuche zusammenfindet, es wurden bereits Gruppen von weit über 1000 Tieren gesichtet.
Besonders bemerkenswert ist dabei sein einzigartiger Alarmruf, der aus drei bis vier schrillen, lauten Rufen besteht. 
Ein weiteres Markenzeichen ist, daß die Inkakakadus besonders oder eigentlich immer nach der Landung sofort ihre Haube aufstellen, dabei wurde beobachtet, daß der Inkakakadu in Gruppen mit anderen Arten seine Haube ständig in Bewegung  hält und zur Signalgabe verstärkt benutzt. 
In Gefangenschaft ist eine mittlere Menge an Tieren vertreten, seit ca 3 Jahren kommt es jedoch vermehrt zu Fehlgelegen, ohne daß etwas an der Haltung oder Ernährung geändert wurde, besonders ließ sich dies in den USA feststellen . Gründe hierfür sind jedoch nicht bekannt . 
  

 

 

In seinen natürlichen Verbreitungsgebieten ist er eher selten anzutreffen, sieht man dies im Vergleich zum Rosakakadu. Dies ist vor allem auf die Zerstörung seines natürlichen Lebensraumes, besonders durch die starken Rodungen des Buschlandes durch Farmer und Bauern, zurückzuführen. 
Der Inkakakadu hat mitlerweile in allen Australischen Bundesstaaten gesetzlichen Schutzfaktor A, und darf weder als sogenannter Ernteschädling noch zu irgendwelchen sonstigen Zwecken gefangen oder getötet werden .Die Population in Freiland ist seit einiger Zeit rückläufig , nicht wie bei anderen Arten, die sich explosionsartig durch den Eingriff des Menschen vermehrt haben. 
Die Haltung in Gefangenschaft bereitet keine großen Probleme, jedoch kommt es sehr häufig in Gemeinschaftsvolieren zu starken Aggressionen. Daher ist es günstiger, sie paarweise und alleine in einer Voliere zu halten. Dabei ist, wie bei allen Kakadus, zu beachten, je größer die Voliere mit Schutzhaus desto besser.Auch sollte man das starke Nagebedürfnis der Inkakakadus berücksichtigen und ständig frische Äste; Baumstämme und sonstige "Knabbereien" anbieten. Ich habe schon erlebt, daß sich ein paar Inkakakadus innerhalb eines Tages durch eine18 cm dicke Holzwand gearbeitet haben und ganz stolz vor ihren Ausgang umherliefen. 
Bei einer Anschaffung der Art sollte überlegt werden, daß man ihnen eine ausreichende Voliere (5 x 3-4 m Ganzmetall) bieten kann, wenn möglich sollte man auch eine Beregnungsanlage einbauen, da Inkakakadus sehr gerne baden. Da der Wert für ein Zuchtpaar z.Z. bei ca. DEM 20-30.000 liegt, kommt es in letzter Zeit vermehrt zu Einbrüchen und Diebstählen.



Quellennachweis:
  • Kakadus - Franz Robiller
  • Complete Book of Australian Birds - Digest
  • Australian Cockatoos - Derek Roff 
  • Australian White Cockatoos - ABK
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