Der Rosakakadu
Systematik:
  • Familie: :  Cacatuidea 
    • Gattung: :  Eolophus roseicapillus 
      • Art: C.Eolophus Bonaparte (1854)
        • Unterarten: 
        •  Eolophus roseacapilla assim
        • Eolophus roseicapilla roseicap
        • Eolophus roseicapilla kuhli

Bezeichnungen:

wissenschaftlich: Eolophus ( Cacatua ) roseicapillus
Rosakakadu
Galah  -  Rose-breasted cockatoo 

Steckbrief:
  • Gefiederfärbung: Männchen und Weibchen unterschiedlich
  • Länge: ca. 35 cm
  • Freilandpopulation (Status): übermäßig hoch !!
  • CITES: Anhang B *BArtSchV A6 
  • Gefangenschaftspopulation: häufig 
  • Haltung: bevorzugt Volieren (> 10°C)
  • Gelege: 2 - 6 Eier
  • Brutdauer: 22 - 24  Tage
  • Flügge werden: nach ca 55 Tagen 
  • Erreichen der Selbständigkeit: drei bis vier Wochen nach dem Ausfliegen 
  • Stimme: 


 
Verbreitung
Australien, vom Osten Westaustraliens durch Nordaustralien, Queensland ( ausgenommen die östl. Küste der
Kap-york Halbinsel und die Küstengebiete zwischen Cooktown und Townsville und der äußerste Südosten ),
Neusüdwales, Victoria, Kanguruh-Insel und der Nordosten von Tasmanien

 
 
Beschreibung
Männchen:  : Federn von Stirn, Haube und Hinterkopf weiß, an der Basis rosa, weiß durchsetzt.Wangen, Ohrpartie,
Nacken,Hals, Kinn, Kehle, Brust, Unterflügeldecken und Bauch rosarot, Rücken , Flügel, Oberschwanz und
Unterschwanzdecken, Schenkel und Schwanzspitze dunkler grau.Schnabel hell hornfarben, Iros dunkelbraun,
Nackter Augenring rosarot. Füße grau. 
 
 
 

Weibchen:wie männl. , aber Iris rötlich

Die Färbung variiert sehr häufig. Auch teilweise nach Aufenthaltsgebeiten
 

Jungvögel: : wie Erwachsene , aber matter gefäbt. Brust und Bauch rosarot grau durchzogen. Iris braun, 

Habitat
Rosakakadus bewohnen hauptsächlich offene Landschaften; wie baumbestandene Savanne und offenes
Grasland im Binnenland. Verbreitung besonders in den Gebieten des Getreideanbaus.Selten werden sie über
1250 m über NN angetroffen.Die Zahl nimmt in Küsten und Berggebieten stetig 
Ernährung und Brut
Die Kakadus verzehren Samen von Gräsern und Kräutern, getreidekörner, vorwiegend von Hafer und Weizen,
Früchte, Wuzeln, Blattknospen, frische Triebe, Blüten, Insekten und ihre Larven. 
 

Die Brutzeit reichtvon Ende Juli bis Mitte November, im Norden im Anschluß an die regenzeit und halten sich
hier gewöhnlich von februar bis Mai; auch noch in den Juli hinein. Als Höhle wählen die Vögel einen hohlen Ast
oder Stamm in einem Eukalyptusbaum, am liebsten in Wassernähe.Die Höhlen liegen normalerweise ncht sehr
hoch. ca. 6 m. 
Nach der Bearbeitung des Höhleninneren werden Eukalyptusblätter als Gelegeunterlage eingetragen. Mit 2-5
Eiern ist das gelege vollständig
 

Allgemeines: 


 

Seit 1843 kommen Rosakakadus nach Europa.Sie sind ausgesprochen beliebte Käfig und Volierenvögel. In
Australien zählt der Rosakakadu zu den verhaßtesten aber gleichzeitig auch wieder rum zu den populärsten Hausgefährten unter den Gefiederten. In Europa ist er
wegen des hohen Preises in den letzten Jahrzehnten fast ausschließlich ein Gehegevogel. Handaufgezogene
Vögel werden sehr zutraulich und haben ein recht gutes Nachahmungstalent. Sie sind weniger laut als andere
Kakadus.Man sollte sich aber von dem begriff " WENIG LAUT " nicht täuschen lassen 
 
 

Die Haltung in Gefangenschaft gestaltet sich nicht so schwer: Hauptprobleme sind das Gefieder und die Fütterung! Stimmt die fütterung nicht und wendet man zu wenig Zeit für die Tiere auf werden sie  gerne zu Rupfern! Schuld daran ist die Langeweile, man sollte sie daher auch mit kleinen Saaten (z.B.Prachtfinkenmischung) füttern, um sie ausreichend zu beschäftigen. Die Unterbringung sollte in mindestens 6 x 3 m grossen Aussenvolieren (pro Paar)mit mässig warmen Schutzraum erfolgen. Wegen des starken Nagebedürfnisses sollte die Voliere aus Ganzmetall sein und man sollte für genügend Beschäftung sorgen und ihnen daher immer frische Äste, Tannen- und Kiefernzapfen zum Benagen anbieten. Ausserdem lieben sie es, wie alle Kakadus, das ausgiebige Bad im Regen, man sollte die Voliere mit einer Beregnungsanlage ausstatten. 


Autor
© Thomas Polster und Olga Krykorka

Quellennachweis:
  • Papageien und Sittiche der Welt - Wolfgang de Grahl 
  • Kakadus - Franz Robiller
  • Complete Book of Australian Birds - Digest
  • Australian Cockatoos - Derek Roff 
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